Wir wollen Ihnen mit einigen Antworten zu häufigen Fragen gerne direkt schon mal helfen. Antworten auf technische Fragen erhalten Sie aber hier. 

Fragen und Antworten

GPS

Was ist ein Geo-Fence?


Ein Geo-Fence ist eine Grenze, welche virtuell auf einer Karte gezogen werden kann. Wird diese Grenze von einem GPS-Gerät übertreten, kann dies alarmiert werden. Die Genauigkeit des Geo-Fence hängt von der Ortungsgenauigkeit des GPS-Trackers ab. Je ungenauer die Ortung (durch z.B. Spiegelungen von Hochhäusern, Bergen oder Wald oder aber auch die Luftfeuchtigkeit) desto weiter ist auch die "Streuung" des Geo-Fence. Dies bedeutet, dass z.B. bei trockener Luft der Geo-Fence auf den Meter genau auslöst, bei Regen und im Wald ggf. schon 50 Meter vor der eigentlich gezogenen Linie alarmiert werden könnte.




Wie funktioniert die Alarmierung mit mit der GPS-Uhr?


Mit unserer Rapahel Safemotion wird ein Alarm an eine 24/7 besetzte Notrufzentrale gesendet. Diese nimmt mit den Angehörigen bzw. dem Rufendem Kontakt auf und koordiniert die notwendige Hilfe. Das ist besonders wichtig, weil Privatpersonen oftmals keine 24/7 Hilfe für ihre Angehörigen organisieren können.




Macht eine GPS-Lösung im Pflegeheim Sinn?


Gerade für Bewohner, die selber noch die Armbänder aufladen können und aktiv einen Notruf aussenden können wollen ist die GPS-Uhr sehr sinnvoll. Dabei entsteht kaum Mehraufwand in den Prozessen im Pflegeheim. Allerdings bei Bewohner mit Demenz und Lauftendenz kommt es sehr auf die Umgebung an. Ein Geo-Fence kann mit einem kleinsten Radius von 100 Metern funktionieren. Sollten sich 100 meter um die Einrichtung Gefahren (Gewässer, Straßen etc.) befinden ist GPS nicht immer die richtige Lösung.





RFID

Was bedeutet RFID?


RFID steht für Radio Frequency Identification. Es ermöglicht eine Identifikation von Personen, Gegenständen, Waren etc. mit berührungsloser Funkübertragung. Es kommt auch im Sicherheitsbereich zum Einsatz: Zum Beispiel bei Zutrittskontrollen, zur Diebstahlsicherung in Kaufhäusern und vielen mehr.




Wie funktioniert RFID?


Das Prinzip ist einfach: Ein Codeträger, der sogenannte Transponder (ein Kunstwort aus "Transmitter" und "Responder") wird an einer Person, Gegenstand, Waren, etc. befestigt. In ihm sind Daten in elektronischer Form gespeichert. Befindet sich der Transponder im Magnetfeld eines RFID-Readers (Leseeinheit), so werden die Daten berührungslos an diesen übertragen. Dort werden die Daten gespeichert oder sofort an ein übergeordnetes EDV-System übergeben.




Wie ist ein Transponder aufgebaut?


Der Transponder besteht aus einer Elektronikeinheit, eingeschlossen in einem wassergeschützten Kunststoffgehäuse. Der Transponder für die Bewohner / Patienten enthält keine Tasten. Er wird aktiviert, sobald er sich in das Erfassungsfeld der Empfangseinheit begibt. Der Transponder für das Personal besitzt zusätzlich eine Taste. Diese unterdrückt bei Betätigung einen Alarm im Erfassungsfeld. Das ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn ein Bewohner oder Patient gemeinsam mit dem Pflegepersonal einen Erfassungsbereich betritt und somit kein Alarm notwendig ist. Wird die Taste des Pflegertransponders betätigt, sendet dieser eine Meldung an die Empfangseinheit, die nach erfolgreichem Empfang einen entsprechenden Kontakt zur Alarmweitergabe schaltet. Taster und Kontakt der Empfangseinheit sind einander fest zugeordnet.




Wie funktioniert die Technik?


Das Raphael-aktiv besteht aus einer Leseeinheit oder mehreren vernetzen Leseeinheiten und den elektronischen Sendern (Dementenschutz Transponder), welche die Schutzbefohlenen mit sich führen. Diese Transponder gibt es in unterschiedlicher Ausführung. Zum Beispiel können diese als Anhänger am Gürtel, als Armbanduhr oder in der Kleidung befestigt getragen werden. Betritt der Schutzbefohlene mit dem Transponder das Erfassungsfeld der Leseeinheit sendet der Transponder seine Kennung über RFID-Technologie (Radio Frequenz Identifikation) an eine Empfangseinheit. Diese wertet die Meldung entsprechnd aus und gibt sie an das Personal weiter. Jeder Dementenschutz-Transponder besitzt eine Identifikationsnummer. Die Empfangseinheit vergleicht die empfangenen Informationen mit der Liste der angelernten Dementenschutz-Transponder und schaltet bei Übereinstimmung der Daten die entsprechenden Schalt-Ausgänge, (z.B. einen potentialfreien Kontakt, um eine Schwesternrufanlage anzusteuern oder ein akustisches Signal auszulösen). Sollte sich gleichzeitig auch ein Pfleger mit Pflegertransponder im Feld befinden, kann eine zusätzliche Meldung erzeugt oder durch das Schalten des zweiten Relais der Alarm verhindert werden




Wie ist eine Lese-Empfangseinheit aufgebaut?


Die Lese-Empfangseinheit besteht aus zwei elektronischen Komponenten. Die Leseeinheit, um das Erfassungsfeld zu generieren, und die Empfangseinheit, um die Informationen der Transponder zu verarbeiten. Wird das Erfassungsfeld von einem Bewohner mit Transponder betreten, sendet dieser seine Identifikationsnummer an die Empfangseinheit. Je nach Programmierung wird dann eine Alarmierung ausgelöst. Befindet sich zur gleichen Zeit ein Pflegertransponder im Erfassungsfeld, wird die Alarmierung unterdrückt. Dadurch ist es möglich, dass Bewohner unter Beaufsichtigung des Personals das Gebäude verlassen können.





Indoor Ortung

Wie genau ist die Indoor-Ortung?


Es gibt sehr unterschiedliche Konzepte um Menschen innerhalb eines Gebäudes Orten zu können. Diese haben alle Ihre Vor- und Nachteile in Bezug auf Größe, Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Batterielaufzeit. Mit unserem RFID basierenden Ortungssystem ist es möglich raumgenau zu orten. Die Alarme sind in der Regel so zu interpretieren: "Die Alarmierung ist im Raum xxx oder direkt im Flur davor." Allerdings können auch Abschnitte so definiert werden, dass z.B eine Stockwerksgenaue Ortung stattfindet, da erfahrungsgemäß eine raumgenaue Ortung im Gesundheitswesen nicht in allen Bereichen notwendig ist.




Wie funktioniert die Indoor-Ortung bei Martin.Care?


Ein Transponder wird von einer Person getragen, welche sich durch ein Gebäude bewegt. Jedesmal wenn der Transponder ein Lese-Feld durchschreitet, merkt sich der Transponder die Kennung dieses Lesefeldes. Der Transponder sendet nun diese ID an einem Empfangseinheit (entweder auf Tastendruck z.B. Notruf oder automatisch z.B. bei Demenz). Die Empfangseinheit sendet die Kennung des Transponders sowie die Kennung des Lese-Feldes an einen Server weiter. Auf dem Server ist das Lese-Feld mit einem Raum verknüpft und die Transponder-ID mit einer Person. Dort wird dann z.B. der letzte Standort mit dem Alarmtyp Notruf angezeigt.




Wie zuverlässig ist die Ortung?


RFID hat den Vorteil, dass durch die 125 kHZ der Lese-Felder fast alle Gegenstände durchdrungen werden und mit sehr hoher Zuverlässigkeit der Transponder einen Ortungspunkt übermittelt bekommt. Der Transponder sendet nun ein Signal über 868 MHz an eine Empfangseinheit. Dieses Signal wird noch einige Minuten nachgesendet, sollte der Transponder keine Empfangsbestätigung erhalten. Deshalb ist es wichtig, dass die Empfänger so platziert werden, dass von überall im Gebäude (oder relevanten Gebäudeabschnitt) ein Signal empfangen werden kann. Dann ist das System sehr zuverlässig.




Wird das System zur Überwachung des Personals eingesetzt?


Das muss nicht sein. 1. Die Pflegekraft ist Herr über Ihre / Seine Daten - der eigene Standort wird erst bei Betätigung eines Notrufes an das System übermittelt. 2. In der Software muss nicht zwingend eine namentliche Zuordnung zwischen Transponder und einer Person geschaffen werden. 3. Im Normalfall wird der Standort von Personal und Bewohnern nur in aktiven Feldern (für gewöhnlich an den Ausgängen oder Stockwerkszugängen) an das System übermittelt aber dort auch nur bei einem Notfall angezeigt.





Schnittstellen

Was ist ESPA ?


ESPA X oder ESPA 4.4.4 ist ein Schnittstellenstandart für den Austausch von Alarmierungen von Brandmeldesystemen, Lichtrufanlagen, Alarmservern und Telefonanlagen. Über die ESPA Schnittstelle können die Alarme der Software SCC 5.0 auf anderen Systemen angezeigt werden - z.B. im Display des internen DECT-Telefons.




Wie viele Schnittstellen können gleichzeitig betrieben werden?


Aktuell können wir eine ESPA X Schnittstelle neben einer ESPA 4.4.4 Schnittstelle betreiben. Dabei ist zu beachten, dass unser System die Alarme versendet und nicht dazu konzipiert wurde, Alarme von anderen Gewerken mit anzuzeigen (z.B. Brandmeldealarme)




Wie viel Kostet eine Schnittstelle?


Anders als viele Hersteller von Alarmservern sind die Kosten für die Schnittstelle im Softwarepreis inbegriffen. Allerdings können bei Ihrem Alarmserver, Telefonanlagen und Lichtrufsystem Kosten entstehen. Das kommt ganz auf den Anbieter an.





FEM

Brauche ich einen richterlichen Beschluss für ein Raphael-aktiv System?


Sobald eine Türe verriegelt wird, ist im Regelfall ein richterlicher Beschluss notwendig. Sollte die Türe nicht verriegelt werden und es wird nur eine Alarmierung beim Verlassen der Türe gewünscht, kommt es auf die Einstellung des zuständigen Amtsrichter an. Unserer Erfahrung nach interpretieren ca. 90 % der Amtsrichter eine reine Alarmierung NICHT als freiheitsentziehende Maßnahme (FEM) ein. WICHTIG: Vor einer Kaufentscheidung, sprechen Sie am besten mit dem zuständigen Amtsrichter und lassen sich die Einschätzung bestätigen. Eine andere Herangehensweise ist die des Werdenfelser Wegs - Mehr lesen:




Für einen Bewohner habe ich einen Beschluss für den anderen nicht. Was kann ich tun?


In diesem Fall kann das System so programmiert werden, dass die Türe für den Bewohner mit Beschluss verriegelt und für den anderen Bewohner lediglich alarmiert. Tipp: Sollte die Türe nicht verriegeln können (z.B. weil jemand diese Türe aufhält) dann wird in beiden Fällen ein Alarm ausgelöst.




Kann eine Fluchtwegstüre verriegelt werden?


Eine Fluchtwegstüre muss immer schnell geöffnet werden können und darf im Regelfall nicht verriegelt werden. Allerdings kann mit einer entsprechenden Fluchtwegstürsteuerung gearbeitet werden. Fragen Sie dazu die Firma, welche bei Ihnen im Haus die Brandschutztüren bzw. die Firma, welche das Brandschutzkonzept bei Ihnen im Haus erstellt hat.





Martin Elektrotechnik GmbH 

Dr. Gartenhof-Straße 4

97769 Bad Brückenau

Telefon: +49 9741 1500

email: info@martin.care

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